Dienstag, 4. November 2014

Bali 18.11.- 3.12.2014 1.Teil

In Denpasar stand ich erst einmal am Flughafen. Nichts gebucht und die Frage wo will ich eigentlich hin. Vage im Kopf hatte ich Ubud mit der Vorgabe den öffentlichen Bus zu nehmen, habe dann auch gleich 10 Taxianfragen abgesagt. Am Flughafen gab es keine Haltestelle, kam mir schon sehr suspekt vor. Ich solle nach Kuta laufen, not far away. Schwitzend machte ich mich auf den Weg und habe jegliche Hilfe von Taxi bis Scooter abgelehnt. Nach 3-4km Marsch hielt ein Fahrzeug, ausgehend wie ein Minibus und er fragte wo ich hinwollte. Bei den halben Kosten wie das Taxi und müde vom Laufen waren wir uns einig und ich fuhr nach Ubuk. Ich hatte nur die Namen der Hotels auf meinem Handy. Das erste Hotel war, wie sich dann herausstellte noch einmal 30km im Norden von Ubud. So habe ich Shankara Resorts Spa in Ubud ausgewählt. 3 Tage relaxen und nichts tun. Habe dort bei den Yogastunden mitgemacht, wobei ich morgens um 7Uhr eine Privatstunde hatte. An einem Tag habe ich mir einen Scooter geliehen um zu den berühmten Reisfeldern zu gelangen. Auf dem Weg habe ich viele touristische Handwerksbetriebe gesehen, von Holzfiguren, Kleidern, Schals und natürlich Gemälde. Da hatte ich im Augenwinkel beim Vorbeifahren ein Bild gesehen, welches mein Interesse wecken könnte. Aber ich bin ja auf dem Weg zu den Reisfeldern. Da waren sie nun die Reisfelder, irgendwie hatte man das Gefühl hier wird nicht wirklich gearbeitet, sondern alles nur Schau für Touristen. Als ich die Terrassen hinabgestiegen bin kam mir eine alte Frau Körbe tragenderweise entgegen, ,, Foto, Foto" na hier ist man mal freundlich. Foto habe ich gemacht und in dieser Sekunde wurde es mir bewußt, cash. Für uns nicht viel Geld, aber für den Reisbauern 1km weiter ein halber Tageslohn, so gab ich ihr das Geld und ging weiter. Mich hat es mit dem Scooter noch weiter in den Norden gezogen, dann fuhr ich dieselbe Strecke wieder zurück, das  gesehene Bild im Hinterkopf. Vor ca. 2 Jahrzehnten hatte ich bei einer Reise ein Bild gesehen, welches mir sehr gut gefallen hatte. Jahre danach habe ich mir noch geärgert dies nicht gekauft zu haben. So wollte ich mich wenigstens vergewissern ob es mir wirklich gefällt. So war ich nun in der Galerie (in der Größe einer Garage) angekommen und habe mir gründlich umgesehen. Der Händler war früher selbst Künstler und verkauft jetzt nur noch die Bilder seiner Freunde. Wir haben uns über 1 Stunde unterhalten und in dieser Zeit habe ich den Preis runtergehandelt. Wenn ich gerade so darüber nachdenke bin ich mir  nicht sicher, ob ich das Bild ihm- oder mirzuliebe gekauft habe. Im Endeffekt war es das nichtgekaufte BiId von damals. So transportiere ich jetzt eine 60cm lange Röhre durch die restlichen Länder und natürlich freue ich mich auch darüber. Nach dem Resort & Spa bin in noch in eine einfache Unterkunft gegangen. Hier habe ich Danny aus Australien kennengelernt und mit ihm lange über die globale Weltwirtschaft, Bodenschätze und die Umwelt in Indien diskutiert. Er hat eine Philippinin geheiratet, so kam es auch dazu, das er mit seiner Frau telefonierte und für mich eine Freundin vermitteln wollte, philippinische Frauen seien einsame Spitze. Man hat ihm dann das Foto einer anderen Freundin geschickt weil die angedachte Freundin nicht da war. Also falls jemand eine Philippine sucht..... wir haben uns verabschiedet und jeder ging in seinen Bungalow. Am nächsten Tag wurde ich um 7Uhr abgeholt, um am Hafen mit dem Fastboat nach Gili Air zu fahren. Am Hafen mußte ich mir erst einmal eine Unterkunft suchen. In Ubud hatte ich wenigstens eine Adresse, hier absolut nichts aber mit der Notlösung auf der Insel im Freien zu schlafen. Aber nur 1 Minute an Land wurde ich gleich angesprochen ob ich eine Unterkunft suche. Er sah mein Bob Marley shirt und zeigte mir seine Visitenkarte mit Bob Marley Farben. Leider war ich wieder gezwungen zu wandern, der Bungalow lag einen 25 Minutenmarsch im Nordwesten. Mit meinem 14-Tagesbart und langen Haaren hat er mir gleich 3mal was zum Smoken angeboten. Es gäbe hier 3 Markets, the small supermarket, the big supermarket and the blackmarket. Bungalow war ok, so blieb ich dort und er zeigte mir seine Ware, nachdem ich ihm erklärte das dies nicht meine Welt ist sah ich ihn nachmittags nicht mehr, so hatte er seinen Stoff unter ,,Eigenbedarf" abgerechnet. Auf der Anlage Matahari waren noch weitere Deutsche und wir verbrachten einen schönen Abend in einem Fischrestaurant mit dem Tisch direkt am Strand. Es ist schon ein lustiges Gefühl, wenn die Füße naß werden während dem Essen. Am nächsten Abend waren alle abgereist und Stefan, Steffi und ich teilten uns einen großen Redsnapper, war Mega.

Freitag, 24. Oktober 2014

Nepal-Indien nach Dehli 5.10.-20.10.

In Kathmandu angekommen hatte ich noch den nächsten Tag frei und begann zu überlegen: Mount Everest, ok da ist noch keiner an einem Tag hoch. In Internet habe ich einen Rundflug entdeckt. Eine Buchung war nicht mehr möglich, so bin ich morgens um 7Uhr auf Gutglück am Flughafen gestanden und mein Taxifahrer hat mir geholfen ein Ticket zu organisieren. Nicht bestiegen aber gesehen, ein atemberaubender Blick auf den Mount Everest und über die Himalaya-Bergkette, nach 30 Minuten war ich wieder auf der Erde.
Oh Indien, wo soll ich beginnen!
Ich mache erst einmal bei Nepal weiter. Der Taxifahrer hat natürlich gemerkt einen Tourist mit einem ungeplanten Tag zum Flughafen gefahren zu haben, sollte aber nicht mein Nachteil sein. Wir besuchten einen Affentempel und das Museum in Kathmandu. Am Abend war nun das Treffen von dragoman, insgesamt 20 Leute. (Amerikaner, Australier, viele Engländer und eine Birgit, 1,85 m groß und aus Deutschland). Unser Truck war durch die Regenfälle nicht über die Grenze von Buthan gekommen, war aber dann 2 Tage später da, nachdem Jim 16 Stunden am Stück unseren Bus eingeholt hatte. In Khatauti Khola haben wir gecampt und die Chance auf Kajak, Rafting oder Canyoning gehabt, da ich mich ja wie 30 fühle, habe ich mich für Canyoning entschieden. Ein echtes Erlebnis sich in Wasserfällen abzuseilen, die Frage war ob nur das Seil einen 85kg Mann halten kann. Dies sollte aber nicht meine Herausforderung sein, vielmehr habe ich mich am Knöchel verletzt als ich an einen scharfkantigen Stein gestoßen war. Nur ein kleiner Riß, hatte halt dummerweise eine Vene erwischt. Ist so als ob ein Baggerfahrer aus versehen die Wasserleitung trifft. Unser Kletterguide drückte mir ein paar Blätter auf die Wunde, Socken darüber und nach 10 Minuten ging es weiter. Oh Indien, die ersten Tage hatte ich große Probleme, man meint den ganzen Tag den Geruch einer Mülldeponie zu inhalieren, besser gesagt es ist so, aber man gewöhnt sich an diesen Geruch. Und es ist ja auch ganz normal, das die heiligen Kühe den Müll fressen und auf der Straße laufen und liegen. Wobei der Müll wie Essensreste, Plastikflaschen und alles Andere sauber zusammengekehrt wird, bleibt dann aber liegen weil man das Müllauto hier noch nicht kennt, wird es zu viel fackeltan den Haufen einfach ab. Man sieht auch Müllcontainer, ist er voll fackelt man ihn einfach ab. Müll ist ein echtes Problem hier.
In Varanasi werden die Menschen am Ganges beerdigt. Wir sitzen in einer Gasse mit 2m Breite und trinken unseren Lassi (Joghurtgetränk), während die Familien mit ihren Leichen direkt an unserem Tisch vorbeilaufen. Die Verbrennung der Leichname haben wir dann live aus dem Boot auf dem Ganges erlebt. Eine ganz andere Kultur als bei uns in Europa, echt krass. Da schreibe ich doch lieber........angekommen in Kahjuraho haben wir die Erotiktempel besichtigt, habe gar nicht vermutet, das die Inder so kreativ sind. Sämtliche Stellungen in Stein gemeiselt auf einem großen Tempel. Cool.
Ein Highlight auf dieser Reise ist natürlich der Taj Mahal in Agra. Um dem Touristensturm zu entgehen sind wir zum Sonnenaufgang um 5Uhr am Eingang gestanden, so hatten wir die Möglichkeit auf schöne Fotos. In Jaipur haben wir Fatehpur Sikri, den Citypalace und Amberpalace besichtigt. Meine Geschmacksnerven und meinen Magen-Darmbereich habe ich mit Birgit bei unseren Solo- und Essensausflügen getestet. Von Fastfood (weil es in der Nähe nichts anderes gab) bis zu leckerem indischen Essen bei dem einem im Munde eine vielfältige Gewürzmischung auf der Zunge zergeht. Echt scharf und viel Curry, aber lecker. In Dehli haben wir noch mit dem Tuktuk die Gegend erkundet wie z.B. das Regierungsviertel, seltsam hier war alles sauber..... geht doch. Die Tour von Dehli nach Mumbai folgt in Kürze.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Namibia 17.9.- 4.10.

Nun bin ich schon 1 Woche in Indien, höchste Zeit meinen blog mit Namibia zu füttern. Nun habe ich die Hälfte meiner Weltreise hinter mir oder besser gesagt die Hälfte vor mir. Auf die Frage was am Schönsten war wird es schwierig zu antworten. Aber eines ist sicher: Seinen 79 jährigen Vater begleiten zu dürfen ist
etwas ganz Besonderes. An dieser Stelle vielen Dank lieber Papi für die Ausarbeitung der Namibiareise, das Land welches Dir ans Herz gewachsen ist und Du schon 29mal besucht hast. Begleitet wurden wir von Familie Mackmull. Wir haben ein gemischtes Programm absolviert, Schulen besucht und natürlich die Big Five gesucht. In Ombili haben wir an der Jubiläumsfeier teilgenommen und die Kinder haben im Chor gesungen,die Jungen haben eine sehr tiefe Stimme, dadurch ergibt sich ein sensationeller Klang. Wir haben insgesamt über 5 Schulen besucht und wurden herzlich empfangen. Ich habe gar nicht gewußt, das so viele Menschen meinen Vater "Vater" nennen, hier heißt er einfach "Father Kapferer ". Es ist sein soziales Lebenswerk und mich macht es stolz, wenn mein Vater andere Menschen so unterstützt. Es war auch sonst sehr unterhaltsam, wir hatten viel Spaß in der Gruppe mit Günther unserem namibischen Guide und Familie Mackmull. Die ganze Zeit haben wir vergeblich das Hartmann Bergzebra gesucht, bis es soweit war haben wir uns alle unbekannten Tiere zu Hartmanntieren umbenannt. "Dieser blaue Vogel wie heißt er? Klar Hartmannvogel." schön war auch der Besuch des Buschmannpfades bei Reinhard Friedrich, natürlich ein Freund meines Vaters. Er beherrscht die Sprache der Haikon und war auf Ombili bei dem Jubiläum auch da. Ich habe beobachtet als er in Haikon die Schüler angesprochen hat. Ich habe noch nie so erstaunte und faszinierte Kindergesichter gesehen.Ein Weißer der unsere Sprache spricht, so etwas gibt es doch gar nicht. Nun muß man Wissen, das diese aus Schnalzlauten und Sprechen besteht und nur von Jugend auf gelernt werden kann. Als wir unsere Lodgeim Caprivizipfel bezogen haben hat man uns aus Sicherheitsgründen von den Hütten abgeholt und zurückgebracht, es seien nachts Hippo's, Leoparden und Elefanten unterwegs. Mein Vater erzählte mir in dieser Gegend wurde schon ein Freund nachts in der Hütte überfallen worden. So haben wir uns entschieden das Fenster nur etwas zu öffnen. Wie an Weihnachten, wenn ich für den Christbaum den Wassereimer bereitstelle habe ich auch hier meine Vorsichtsmaßnahmen getroffen. In den Lodges gibt es kein Telefon, dafür aber eine laute Tröte um Hilfe zu holen. Ich schlief neben der Tröte ein und alles war gut. Nun, mitten in der Nacht hörte ich Geräusche, knackende Äste bei der Terrasse. Puls extrem hoch, hellwach, Licht angemacht und hej gerufen. Der Einzigste mit Nerven wie stahlseil war mein Vater, er schlief tief und fest. So habe ich mich vorgewagt und an das Fenster geschlichen, es war sehr dunkel um wirklich klar zu sehen. Aber da hat sich etwas bewegt, 2 weiße Stangen.....? Schlagstöcke? Dafür waren sie viel zu gebogen. Rechts von den Stangen war alles Dunkel... oh Gott ein riesiger Elefant 10cm von der Terrasse entfernt. Einerseits war ich erleichtert keinen Einbrecher vor mir zu haben, aber ist ein Elefant die bessere Alternative? Nun habe ich erst einmal meinen Vater geweckt und wir haben beide den Elefanten beobachtet. Nach 1 Stunde war das Schauspiel beendet und mit einem Abstand von 2m vor dem Fenster hat er uns frontal angesehen und schlich leise von dannen. Tja, was man so alles erlebt. Die letzten Tage vorbrachte ich mit meinem Vater alleine in Swakopmund, Zeit mit meinem Vater über viele Dinge zu sprechen. Der Abschied rückte näher und ich hätte gerne noch mehr Zeit mit meinem Vater verbracht, hier nochmals vielen Dank lieber Papi, das Du mit deinen 79 Jahren diese Reise mit mir gemacht hast.

Montag, 29. September 2014

Dubai 13.9.-16.9.14

Angekommen in einer reichen Welt habe ich mich, um auch alles authentisch zu haben, im 5 Sternehimmel im Shangri La einquartiert. Muß man nicht machen, kann man aber machen. Ich bin spät in der Nacht angekommen und habe noch ein Gutenachtbier mit einer hübschen Frau getrunken, dies ist aber eine extra Geschichte, folgt später.
Am Morgen gab es erst einmal ein intercontinental breakfast, Frühstück bis zum Abwinken vom Bircher Müsli bis zum eigens zusammengestellten Omelette. Nachdem ich  die Nahrungsaufnahme erfolgreich beendet hatte, ging ich in die Emirates Mall, Einkaufen und Fun. Highlight ist natürlich die Skihalle, aber ich konnte widerstehen, mein Skiabenteuer war ja in Chile. Am Nachmittag war der Pool für 3 Stunden meine Heimat, danach habe ich mich mit Dörthe, einer Lionsfreundin aus Ulm getroffen. Dörthe arbeitet seit über einem Jahr in Dubai. Wir verbrachten schöne Stunden miteinander und sprachen viel über das Leben und Reisen in der großen weiten Welt bei einem typisch arabischen Essen mit Blick auf den Creek. Danke Dörthe und Husam für Eure Gastfreundschaft. Am nächsten Tag habe ich eine Rundfahrt zum Atlantis gemacht mit Endstation in der Dubaimall und  "At the Top " im 124. Stock mit Megaaussicht. Hätte nicht gedacht, dass ich einmal einen Wolkenkratzer als kleines Häuschen sehe. In der Dabaimall war das Aquarium echt amazing, ein riesiges Becken auch mit Haien und riesigen Rochen, welche man in einem Glastunnel durchlaufend beobachten konnte. Jetzt zu der extra Geschichte: Nun, ich kam am ersten Abend spät an und ging in die Bar, einen Platz suchend für ein Gutenachtbier. Da saß eine hübsche Blonde alleine und lud mich ein an ihrem Tisch zu sitzen. Da wurde mir Dubai doch gleich sehr sympathisch. Hanna würde mit gerne das Partyleben von Dubai zeigen, bezahlen müßte aber ich. Keine Frage als Gentleman. Nur war ich etwas müde und lehnte ab. Nun, Hanna war sehr flexibel und bot mir an „Party" auf dem Zimmer zu machen, bezahlen müßte ich. Für nur  600 € alles Inklusive. Nachdem sich mein Kinnladen nach einer Schrecksekunde wieder eingerenkt hatte lehnte in dankend ab. Da ich so gut aussah räumte Sie mir dann noch einen 50% Rabatt ein. Ein reicher Scheich setzte sich zu uns an den Tisch, den Sie schon kannte. Diese Gelegenheit nutzte ich zur Flucht in den 35.Stock in  mein Zimmer. An nächsten Abend ging in dann oben an Pool mein Gutenachtbier trinken, habe emails gecheckt und im blog geschrieben, neben mir saß ein hübsche black Lady über eine Stunde lang ebenfalls an ihrem Handy. Ich kam mit Maria ins Gespräch, nun... ok der letzte Satz war wieder "Wollen wir Party auf dem Zimmer machen?" Also, wenn ihr einmal in einem 5 Sternehimmel seid und von alleinstehenden Frauen (gutaussehend) angesprochen werdet, gleich einmal 600,-€ für das Gespräch verlangen......
Tja, was man so alles erlebt.

Mittwoch, 3. September 2014

Buenos Aires

Buenos Aires ist eine Multikultistadt, vom Steak bis zu einem Buffet to go, bei dem das zusammengestellte Gericht in 100gr. zu 5 Pesos abgewogen wird. Reis mit Hühnerfleisch und Soße für 25 Pesos, macht ca. 1,40€. Alternativ dazu das argentinische Steak direkt vom Grill für reiche Argentinier und Touristen für den zehnfachen Preis. Für uns ein Paradies, wenn man seine Dollar auf dem Schwarzmarkt tauscht. Klingt mysteriös, ist es auch. In der Floridastreet steht in der Fußgängerzone vor jedem 2.Geschäft jemand und schreit Cambio. Ganz beliebt sind 100Dollarscheine und werden zu einem Kurs von ca. 13.7Pesos pro Dollar getauscht. Hat man einmal getauscht umgeht man das Straßengeschäft und geht direkt zum Händler, dann sind es 13.95Pesos. Im Vergleich zum offiziellen Kurs von 8,4Pesos. Da macht dann das Einkaufen so richtig Spaß. Oder man gönnt sich einen Spanisch- und Tangokurs. Habe noch den letzten Tag der Tangoweltmeisterschaften mitbekommen, war echt interessant zuzuschauen. Aber da kann ich ja erst einmal erzählen was einem auf einer Weltreise mal wieder so alles passiert. Habe im Hostel die Buslinie erfragt und bekommen, stehe an dieser und der Bus will einfach nicht kommen. Habe einen Passanten gefragt, sah sehr vertrauenswürdig aus und war aber kein Tango sondern ein professioneller Flamencotänzer, der Beginn eines Horrortrips. Er sagte mir eine andere Linie nach La Bocca, dem berüchtigten Hafenviertel von BA. So weit so gut. Schließlich bin ich im Hafenviertel an der Endstation angekommen. Und ich hatte Glück genau in der Straße zu sein, wo das Tangofestival stattfand. So bin ich noch durch die 2 Straßen für die Touristen mit den bunten Häusern gelaufen, meine Straße von der Lage her hirnmäßig abgespeichert. So habe ich den Weg geradeaus genommen und es war kein Tourist oder jemand Anderes unterwegs, nur der Weltenbummler. Sollte jetzt eigentlich nach links abbiegen, ging aber nicht, da standen sie wieder meine altbekannten Vierbeiner, ca. 5 Stück. In der nächsten Straße standen 2 Männer in Sichtweite und Müll und demolierte Autowracks, da will man auch nicht zwingend hin, also habe ich die Nächste genommen. Im Eiltempo, das macht man so in Buenos Aires, Hände in die Hosentasche und den Eindruck erwecken man weiß wohin man will. So bin ich in meiner Straße angekommen,  ohne Hinweis auf eine Hausnummer bin ich 25 Minuten in die entgegengesetzte Richtung gelaufen. Endlich kam eine Hausnr. doch dies war ein Schock Nr.3500 und ich wollte zu 400, also wieder zurück, am Pier entlang war es gefühlsmäßig sicherer. Vor einem verfallenen Haus saßen 3 Gestalten und riefen mister ey mister you. Erstaunlich diese Englischkenntnisse in dieser Gegend. Ich beschleunigte meinen Gang und reagierte nicht. Nun dachte ich es wäre geschafft, aber die Straße wurde enger. Es war wie im Film, drei Männer standen um eine Tonne herum, alte Autowracks, düstere Stimmung. Als ich näher kam stellte ich fest: freundliche Stimmung. Ich erkundigte mich mit meinen exzellenten Sprachkenntnissen per Handzeichen nach dem Weg und wurde mit dem Hinweis verabschiedet ich möge vorsichtig sein. Ick kam dann auf eine mit Gitterzäunen gesperrte Straße und einigen Polizisten. Uff geschafft und noch im Besitz meines Handys, meines Fotos und meines Geldes. Es waren hier alle Straßen abgesperrt....da hatte der Weltenbummler Glück gehabt. Tja, was man so alles erlebt. 3 Tage später sind ein Amerikaner und eine Brasilianerin in La Bocca ausgeraubt worden, 2 junge Kerle auf dem Motorrad mit Messer bewaffnet. Den Amerikaner hat man um 300 Dollar erleichtert. Die Brasilianerin hatte nur die Tasche abgeben müssen mit Personalausweis und Deo, Geld und Handy waren sicher in der Unterwäsche. Sie meinte dann nur lachend ja sie sei schon öfters in Sao Paulo ausgeraubt worden und einmal wurde ihr auf die Windschutzscheibe geschossen als sie flüchten wollte.
Zurück zu den schönen Dingen, der Tango. Habe inzwischen alles mitgemacht von der Einzelstunde, dem Gruppenunterricht, der Tangoshow, der Milonga bis hin zu den  Weltmeister-schaften (als Zuschauer). Es macht viel Spaß,  erfordert aber auch Präzision. Nun noch die Fotos: Kunstausstellung für modern Art, der japanische Garten und das Barbeque im Hostel mit jeder Menge Fleisch.

Dienstag, 2. September 2014

Santiago, Chile

Santiago, eine amazing city, die Stadt mit vielen Facetten. 0k. Wenn man im 17. Stock in einem Appartement mit sich alleine wohnt ist man stark euphorisiert, nach 6 Wochen Hostel, Camping, öfters mit kalter Dusche und ugly Toiletten. Danach habe ich mich in einem Hostel untergebracht. Natürlich habe ich mir einen Skitag in den Anden gegönnt, mit schlechtem Material, aber viel Spaß. Interessant war für mich der Fischmarkt in einer großen Halle mit vielen Restaurants in der Mitte, so hatte man das Gefühl den Fisch ganz frisch zu Essen. Mittags haben 3 Paare in einem Park Salsa geübt, da habe ich doch gleich hat eine halbe Stunde zugesehen. Nun zur Hundestory: Ich war auf dem Berg mit der großen Statue, die gleiche wie in Rio de Janeiro, ok nur etwas kleiner. Man hatte hier ein riesiges Gebiet fürs Hiking. Aus der Ferne habe ich die Hunde schon gehört, so ca.7. In Südamerika entwickelt man so ein Gefühl zu den Hunden, einer alleine macht manchmal viel Radau, bellt sich den ganzen Tag die Kehle wund, ist aber keine Gefahr. In Peru z. B. haben die Hunde sich spezialisiert, da hätte man ein Video auf YouTube stellen können. In einem Restaurant haben wir einen Hund beobachtet wie er Autos jagt. Man nimmt Anlauf auf dem eigenen Grundstück, um dann mit hoher Geschwindigkeit die Autos nach einer scharfen Kurve zu attackieren. Ab und zu kam der sportliche Höhepunkt: ein Fahrradfahrer. Nun aber zurück nach Chile. Ich habe gesehen wie das Rudel einen Hund jagten und in meine Richtung liefen; gut, es war ein öffentlicher Weg auch für Hunde. Der verfolgte Hund lief auf mich zu, das Rudel nicht weit entfernt. Er stellte sich ganz dicht an mich. Habe ich die Waden von Arnold Schwarzenegger? meint er man sieht ihn jetzt nicht mehr? Hat er sich in der Aufregung verzählt, vier Beine gesehen und auf Hilfe gehofft? Es ging alles sehr schnell, alle Hunde bei mir. Wir sprechen nicht von irgendwelchen Zwerghunden mit Klubschaugen oder von Hunden in der Größe meiner Schuhe. Ausgewachsene Hunde, bereit für ein Gefecht mit dem Nebenbuhler. Es war für eine Sekunde ruhig, dann ein riesen Gebell, reflexartig haben sich meine Beine einen Weg ins Freie gesucht, der Adrenalinspiegel auf dem Siedepunkt, Flucht gelungen. Inzwischen hat auch der Hund die Flucht ergriffen und erkannt: entweder sich bei den Beinen verzählt zu haben oder mich mit Arnold Schwarzenegger verwechselt zu haben.
Tja, was man so alles erlebt.

Freitag, 15. August 2014

Machu Pichu

Die Frage ist wie man oder ob man 3 Tage Trekking übersteht. Nun, die Ausrüstung dürfte passen, vor meiner Abreise wußte ich noch nicht was ein Liner ist. Und hier die Lösung für die Nichtwissen den: Ein Liner wird in den Schlafsack eingelegt, dadurch erhöht sich   die Temperatur im Schlafsack. Man muß sich für die Studentenversion aus Polyester oder für die Seniorenversion (oder charmanter ausgedrückt Komfortversion) aus Seide entscheiden. Nach langem Überlegen hatte ich mich für die Seniorenversion entschieden, hat kurzfristig wehgetan bei dem 4-fachen Preis. Zurück zur Ausrüstung: Trekkingschuhe, Thermowäsche, dicke Socken, Multifunktionsjacke, Outdoorhose mit Sonnenschutzfunktion und eine hellgrüne Edelregenjacke von Mammut. Bestens gerüstet für die Herausforderung für den Inkatrail. Kondition sicherlich besser als der Durchschnitt der 20jährigen Mitreisenden, was soll da noch schiefgehen? Altitude sickness heißt das Unwort. Von unseren 20 Trekkern haben sich 5 bravourös duchgekämpft. Appetitlosigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit sind die Symptome. Auf 4700m Höhe habe auch ich etwas Kopfschmerzen bekommen. Morgens 5 Uhr aufstehen und in einer Nacht bei -3Grad zelten da kommt Freude auf.